Zum aktuellen Urheberrecht und vielversprechenden Alternativen wie den Creative Commons und Open Source
Das Urheberrecht schützt in einem Rechtssystem die Rechte eines Urhebers an seinen Werken. Hier gibt es Unterschiede in der nationalen Gesetzgebung verschiedener Länder, auch abhängig von der Art des Werkes und der Bedeutung für die Allgemeinheit. Näheres kann man der Onlineenzyklopädie Wikipedia entnehmen.
Der Schutz dieser persönlichen geistigen Schöpfungen löst des öfteren, besonders in der aktuellen Diskussion um die Internetplattform “thepiratebay”, international für Gesprächsstoff.
In Schweden gibt es seit 2006 eine sogenannte Piratenpartei, welche sich u.A. für eine Abänderung des Urheberrechtes einsetzt (aber auch für andere Schwerpunkte, wie ein freies Internet, man wehrt sich gegen unnötige Überwachung u.v.m), mittlerweile hat die Partei weit über 40.000 Mitglieder und ist somit die viertgrößte Partei des Landes. Auch in Österreich gibt es eine Schwesterpartei, die PPÖ (wie übrigens in immer mehr Ländern in und um Europa, weitere Infos gibt es hier).
Wenn man sich einige, absurde, aber bedauerlicherweise reale Beispiele ansieht, bei denen Privatleute wegen vermeintlich banaler Nutzungen eines Urheberrechtlich geschützten Logos, Bildes o.ä. auf Unsummen verklagt werden, so muss man einsehen, dass bei der Gesetzgebung im Hinblick auf Copyright, vor allem im privaten Gebrauch, etwas geändert werden muss. Besonders im Hinblick auf den rasanten Wandel unserer Gesellschaft durch das Web 2.0, hin zu einer Informationsgesellschaft, wird ein Großteil der Nutzer, durch privates anwenden verschiedener Programme und Funktionen, kriminalisiert.
Es gibt bereits eine Alternative zu den gängigen, starren Copyrights, nämlich die von kreativschaffenden gegründete Community Creative Commons, wo man unter sechs verschiedenen Lizenzverträgen wählen kann:

(Quelle: http://photoappar.at/wp-content/uploads/2008/04/cc-licenses.jpg)
Auf der Homepage von CC kann jedermann seine Inhalte selber lizenzieren, außerdem bietet die Seite eine Suchfunktion um CC-lizenzierte Inhalte zu finden.
Dass es immer mehr Menschen gibt, die CC-Inhalte und Open Source Software nutzen, kann man an den rasant anwachsenden Mitgliederzahlen der Communities ablesen. Einige Wirtschaftsexperten warnen seit längerem davor, dass unser heutiges Copyright die Kreativität wesentlich einschränken, ein guten Einblick in das Thema gibt “Fast Film” von Virgil Widrich, da der Filmemacher hier unzählige, eigentlich geschützte Inhalte zu einem zusammen schneidet, sich jedoch auf das Zitieren beruft und so keine Urheberrechtsverletzung begeht. Ein interessantes Interview, in dem sich Widerich zu Urheberrecht und Creative Commons äussert, kann man hier nachlesen.