Aus meiner persönlichen Sicht, gibt es gegen einen Großteil der Ansätze die Tapscott formuliert nichts einzuwenden. Es spricht dafür dass eine Firma, welche mit offenen Karten spielt ein besserer Dienstleister und Arbeitgeber ist, als jemand der seine Arbeitspraktiken nicht offen legt und sogar vor einem Großteil der Mitarbeiter verschleiert.
Im Hinblick auf Firmen die ähnliche Produkte herstellen bzw. entwickeln, kann man hier durch gemeinsames Forschen und den Austausch von Forschungsergebnissen viel Geld sparen.
Einige Inhalte sollte man jedoch noch einmal näher betrachten. In einem Abschnitt meint Tapscott: “lokal denken, global handeln” wäre einer der Grundsätze der “wikinomics”, in dem Punkt stimme ich jedoch nicht zu. Wie wir gerade an der aktuellen Situation der Weltwirtschaft erkennen, wird eine Wiedereinführung der regionalen Produktion der einzige Weg zu einer gerechteren Welt sein. Auf eine weite Sicht, denke ich, kann Globalisierung nicht funktionieren, dann werden in den westlichen Ländern die Produktionskosten weiter steigen, und wir können nicht allein davon leben nur noch “geistige” Aufgaben auszuführen (Beispielsweise Patente anzumelden, siehe weiter unten!) währenddessen in den sog. Schwellen- und Entwicklungsländern ohne Rücksicht auf Verluste im menschlichen wie ökologischen Sinne, für “uns” produziert wird.
Fakt ist auch, dass leider nicht immer ein, so schön formulierter Austausch stattfindet, wie Tapscott es ausdrückt: dass Beispielsweise Procter & Gamble Innovationen von Quellen von Außen bekommt, kann ebenso gut bedeuten, dass sie eine kleine Firma nur eines Patentes wegen schlucken und danach wegen Unrentabilität schließen.
Des Weiteren werden die dargestellten Techniken oft zur Überwachung von Privatpersonen angewendet, unter dem Vorwand dass man internationale Datenbanken zur Terrorbekämpfung austauschen und gemeinsam nutzen will, auf jeden Fall muss man bedenken, dass der Informationsaustausch nicht in jedem Kontext positive Seiten hat.
